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MbL BMW-Integral-ABS MbL Wir wechseln auch die Bremsflüssigkeit beim BMW-Integral-ABS, fachgerecht!

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Kettenoeler
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Montage und Inbetriebnahme

 

An dieser Stelle wird - reichlich bebildert - die Montage und die Einstellung des automatischen Motorradketten-Schmiersystems exemplarisch an einer Suzuki Bandit 600 (GSF600S) beschrieben.
Bitte studieren sie dieses Beispiel genau, da es bei allen anderen Motorrädern nahezu identisch abläuft. Eine detaillierte Einbauanleitung liegt natürlich jedem Kettenöler bei.

 

 

Dies ist der (traurige) Ausgangszustand, in welchem sich der Antriebsstrang der 600er Bandit beim Kauf (genauer: 300 Regen-Kilometer später) befindet. Die Kette ist an den Außenlaschen dreckig und speckig, innen an den Rollen, wo der Kontakt mit den Zähnen des Kettenrades stattfindet, ist dafür keinerlei Schmierstoff mehr zu finden.
Einfach nur zu schmieren hilft hier nicht, es muss gründlicher gereinigt werden - rein theoretisch würde es reichen, das Kettenrad zu reinigen, damit das Endstück korrekt angesetzt werden kann, aber dann darf die ersten Tage mit dem Öler damit gerechnet werden, dass das Motorrad durch sich lösenden Alt-Schmierstoff am Standplatz sein Revier markiert...

 

Ein sehr schönes *räusper* Bild. Die Kette ist nicht nur wirklich unsäglich verschmutzt, sondern hat zusätzlich ein Spiel deutlich jenseits von gut und böse. An der Stelle mit dem größten Durchhang haben wir über sieben Zentimeter Kettenspiel gemessen! Und da bei der Übernahme der Bandit die Kette gut straff gespannt war ist auch klar, dass die Längung innerhalb der letzten 300 Kilometer erfolgte. Wenn das so weitergehen sollte... immerhin soll die Bandit als Alltagsfahrzeug eingesetzt werden: zur Arbeit, in der Stadt, hin und wieder auf großer Fahrt und natürlich vor allem auf großen und kleinen Touren zwischendurch.
Da sie wie nahezu alle Motorräder eine Endloskette mit Dichtringen besitzt, deren Ersatz teuer und arbeitsintensiv ist, muss die Lebensdauer des Antriebssatzes optimiert werden - und zwar bei absoluter Minimierung des Wartungsaufwandes.
Kurz: es muss eine Einrichtung her, welche die Kette automatisch mit Öl versorgt: ein Kettenöler!
Unter
Dauertest wird nachzulesen sein, wie sich der Kettenöler bewährt.



 

 

 

Der "dreckige" Teil der Arbeit ist getan: Kette und Kettenrad (und natürlich auch die Hinterradschwinge) sind gründlich vom Schmutz befreit worden. Wir haben dazu einige Lappen und Bremsenreiniger benutzt - die Kette ist jetzt fett- und schutzlos und muss nach Beendigung der Montagearbeiten geölt werden.
Die Reinigung mit Diesel (bzw. Heizöl) ist zwar etwas mehr Aufwand, dafür ist es nicht nötig, nach der beendeten Montage an die Erstschmierung zu denken...

 

Der große Augenblick ist gekommen: das erste Teil des Kettenölers - das Endstück - kann montiert werden. Hierzu wird zunächst der Edelstahlhalter mit dem eingelegten Endstück (das abgeschrägte Ende sollte schon jetzt zum Kettenrad zeigen) angehalten und dann das Endstück passend gebogen. Beim Biegen des Edelstahlhalters wird bereits jetzt zumindest ungefähr die Bauform der Schwinge mit berücksichtigt. Hier wurde z.B. der Edelstahldraht mit einem "S" nach unten gebogen, da an der Schwinge eine Aufnahme für *weissdergeier* angeschweißt ist. Bitte in diesem Stadium große Sorgfalt walten lassen, es erleichtert die weitere Montage.
Es folgt die Kontrolle durch Anhalten, ob das Alles auch grob gesehen passt. Dann wird an der vorgesehenen Position der selbstklebende Schaumgummistreifen angeklebt.

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Nun ist es an der Zeit, die ersten Kabelbinder ins Spiel zu bringen, für das Endstück sind es (mindestens) drei Stück an der Zahl. Diese werden zunächst um den Schwingenarm gelegt und lose fixiert - mit so viel Luft, dass das Endstück mitsamt seinen Befestigungsteilen noch eingelegt werden kann. Nun werden die Binder handfest angezogen, wobei sich das Befestigungsteil wie auf dem Bild gezeigt genau im Winkel des Winkelprofils befinden muss, und die Position der Bauteile wird nochmals überprüft.
Wenn alles in Ordnung ist werden die Kabelbinder fest angezogen. Von Hand ist das etwas schwer, aber es gibt einen Kniff: Mit einer Zange das freie Binderende so nah wie möglich am Verschluss fest packen und dann mit einer Seegerringzange zwischen Verschluss und Zange zwacken - dies wiederholen, bis der Kabelbinder gut straff gezogen ist.
Die überstehenden Binderenden werden nun bündig abgeschnitten. Zwar könnte man hierzu auch einen Seitenschneider verwenden, doch mit einem Teppichmesser wird es exakter und sauberer. Und das Teppichmesser (und _nur_ das) wird eh noch gebraucht...

Jetzt wird der Verbinder auf das Endstück aufgesteckt und in diesen Verbinder wird dann die Rohrleitung zur weiteren Verlegung eingeschoben. Wenn die Rohrenden in den Verbinder gesteckt werden muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Rohr über den ersten Widerstand hinaus bis zum Anschlag eingesteckt wird - dies ist ein guter Zentimeter! Ebenso muss das Rohr absolut rund sein, da es sonst zu Undichtigkeiten kommt. Die O-Ringe in dem Verbinder brauchen nun einmal genau runde Rohre... deshalb auch ausschließlich mit dem Teppichmesser o.ä. kürzen, nicht mit Schere oder Seitenschneider: damit wird das Rohr gequetscht und unrund.

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Noch einmal zur Verdeutlichung:
Das Rohr ausschließlich mit einem sehr scharfen Messer (z.B. Teppichmesser, linkes Bild) schneiden, niemals mit Schere oder Seitenschneider!
Auf dem rechten Bild ist gut zu sehen, dass ein korrekt geschnittenes Rohr absolut rund ist.

 

Das nächste Bauteil ist das Drosselventil, welches in diesem Rahmendreieck gut geschützt und trotzdem frei zugänglich untergebracht werden soll. Wichtig ist es, die Durchflussrichtung zu beachten, diese muss in Richtung des aufgeprägten Pfeils sein (hier leider nicht zu erkennen). Das Rohr wird nun vom Endstück kommend hierher verlegt, wobei darauf geachtet werden muss, dass weder Kette, noch Auspuff noch andere kritische Teile mit der Rohrleitung in Berührung kommen können. Das Rohr entsprechend obigen Hinweisen passend ablängen und in das eine Ende des Drosselventils einstecken.

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Vom Drosselventil aus haben wir hier das Rohr unter die Sitzbank verlegt. in diesem Bereich soll nun der Rest des Kettenölers untergebracht werden: das Magnetventil und der Ölvorratsbehälter. Für das Magnetventil nahezu ideal ist der Platz zwischen dem ganzen "Elektrikglumpert", dort ist es dann auch hingekommen. Die Einbaulage ist beim Magnetventil egal, es sollte nur weitestgehend (spritz-)wassergeschützt sein. Das Rohr passend abschneiden und _ganz_ in die Verbinder einschieben.

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Fehlt noch der Ölvorratsbehälter. An diesem Motorrad ist seitlich unter der Heckverkleidung mehr als genug Platz für den standardmäßig mitgelieferten 120ml-Öltank (optional ist für beengte Platzverhältnisse aber auch ein kleinerer 45ml-Öltank erhältlich).
Zuerst wird der Öltank an der beabsichtigten Position angehalten. Dort, wo er anliegt, werden die beiden selbstklebenden Moosgummistreifen befestigt - in diesem Fall oben und unten um die Rundung geklebt.
Dann kommt der Öltank an seinen Platz, wo er mit zwei großen Kabelbindern zwar straff, aber keinesfalls mit Gewalt festgezurrt wird. Unbedingt beachten, dass sich der Rohranschluss an tiefster Stelle befinden muss - der Füll- und Lüftungsschlauch befinden sich dann automatisch am höchsten Punkt.
Nun den Belüftungsschlauch gut versteckt und den Füllschlauch gut zugänglich verlegen. Die Rohrleitung passend ablängen und wie oben beschrieben _ganz_ in den Anschluss stecken.
Den Vorratsbehälter jetzt mit etwas Öl befüllen, aber noch nicht ganz voll machen (für den Fall, dass es irgendwo eine Undichtigkeit geben sollte - evtl. vorher nochmals den Sitz des Rohres in allen Schnellanschlüssen prüfen.


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Jetzt folgt der elektrische Anschluss des Magnetventils - beginnend damit, Zündung und Licht auszuschalten! Von dem zweiadrigen Kabel, welches vom Magnetventil weg führt, wird zunächst ein Leiter mit dem blauen Kabelschnellverbinder mit dem Abblendlicht verbunden. Bei einem Motorrad mit Bilux- oder H4-Scheinwerfer (Abblend- und Fernlicht in einer Glühlampe) ist das an dem Dreifach-Scheinwerferstecker das mittlere Kabel. Das übrig gebliebene Kabel wird nun mit Masse (Minuspol an der Batterie oder Fahrzeugrahmen) verbunden.

Nun kann das System erstmalig aktiviert werden: entlüften und Einstellen der Durchflussmenge sind jetzt an der Reihe. Das Drosselventil ganz aufdrehen und die Zündung einschalten. Das Magnetventil zieht hörbar an, und das Öl beginnt zu fließen. Das Öl fließen lassen, bis die gesamte Leitung frei von Luftblasen ist und am Endstück Öl heraustropft. Kontrollieren, ob das System - insbesondere an den Anschlüssen - dicht ist.

 

 

 

Motorrad - Kettenöler
         Typ Touring 2

Motorrad-Kettenöler Typ Touring 2
Komplettsatz bestehend aus:
Ölvorratsbehälter 120ml o. 45ml
(Abm. siehe Art. 310) mit Schlauchanschluß sowie Füll- und Lüftungsschlauch, Magnetventil mit sämtlichen Anschlüssen, Durchfluss-Drosselventil, Schlauchsatz, sämtlichen Anschlüssen, Schlauchverbinder, Endstück mit Drahtkern, umfangreiches Montagematerial,
mit Füllspritze, Montage- und Bedienungsanleitung.
TÜV-Freigabe

Artikelnummer K010
Vk:        90
,00 Euro
             zzgl. Porto
Lieferung erfolgt ohne ÖL  
Empfehlung:
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